Was kostet eine Private Krankenversicherung für Beamte?

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Faktoren die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung für Beamte bestimmen, wie stark die Kosten je nach Beamtenprofil variieren können und wie sich die PKV im Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse darstellt.

Marco Fragomeno – PKV-Berater für Beamte

Marco Fragomeno

Unabhängiger PKV-Berater für Beamte

Letzte Aktualisierung: 21. Juli 2025

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Beitragstreiber in der Privaten Krankenversicherung für Beamte: Einstiegsalter, Beihilfesatz, Gesundheitszustand und gewünschter Leistungsumfang.
  • Praxisbeispiele zeigen: Die Beiträge können je nach Beamtenprofil stark variieren.
  • Kostenvergleich: Gegenüberstellung PKV für Beamte vs. gesetzliche Krankenkasse (inkl. Pflege).

Wie teuer ist eine private Krankenversicherung für Beamte?

Je nach Eintrittsalter, Beihilfebemessungssatz und Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss variieren die Beiträge der privaten Krankenversicherung für Beamtenanwärter und Beamte. Hier die Orientierungswerte:

Beamtenanwärter:
Standard-Tarifab 52,07 € pro Monat
Top-Tarifab 64,62 € pro Monat
Beamter:
Standard-Tarifab 201,37 € pro Monat
Top-Tarifab 287,66 € pro Monat

Und die GKV?

Ausgehend vom Anwärtergrundbetrag von 1.733,28 € brutto (Stand: 01.08.2025) ergeben sich in der gesetzlichen Krankenversicherung folgende Richtwerte:

Ohne pauschale Beihilfe (z. B. Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz): ca. 320–345 € pro Monat (Anwärter), ca. 900–1.100 € pro Monat (Beamter) – vollständig aus eigener Tasche.

Mit Anspruch auf pauschale Beihilfe (z. B. Hamburg, Berlin, Sachsen): ca. 160–172 € pro Monat (Anwärter), ca. 500–620 € (Beamter) – das Land übernimmt dabei 50 % der GKV-Kosten.

Wichtig für die Entscheidung: Die pauschale Beihilfe bindet Sie in der Regel dauerhaft an die gesetzliche Krankenkasse. Wer sich für die GKV mit pauschaler Beihilfe entscheidet, kann später in vielen Bundesländern nicht mehr auf die individuelle Beihilfe + private Krankenversicherung wechseln.

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Wovon hängen die Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamte ab?

Die Kosten Ihrer privaten Krankenversicherung als Beamter sind so individuell wie Ihr Dienstweg. Für die Beitragsermittlung zählen vor allem vier Stellschrauben:

  • Ihr Einstiegsalter
  • Ihr Beihilfesatz (abhängig von Dienstherr/Bundesland und Familiensituation)
  • Ihr Gesundheitszustand (mögliche Risikozuschläge)
  • Ihre Leistungswünsche – z. B. Einbettzimmer, Chefarztbehandlung, Beihilfeergänzung

Weil diese Faktoren höchst persönlich sind, lässt sich der Beitrag nicht pauschal beziffern. Gern erstellen wir Ihnen eine unverbindliche, beihilfekonforme Berechnung – auf Basis Ihrer Angaben, klar strukturiert und transparent erläutert.

Mit welchen Kosten müssen Sie als Beamter in der privaten Krankenversicherung rechnen?

Stellen Sie sich Ihre Absicherung wie ein Preisschild mit verstellbaren Reglern vor: Einstiegsalter, Beihilfesatz, Gesundheitszustand und Leistungsumfang bestimmen, wo der Zeiger landet. Die folgenden Beispiele (inkl. Pflegepflichtversicherung) geben Ihnen ein realistisches Gefühl für die Größenordnung – und zeigen, wie sich PKV und GKV in der Praxis unterscheiden.

Nadine, Realschullehrerin

26 Jahre, Nordrhein-Westfalen, Beamtin auf Probe
keine Kinder, keine Vorerkrankungen
Besoldung: 5.251,74 € mtl.
Einbettzimmer / Chefarzt
Beihilfeergänzung
PKV
ca. 278–370 € / Monat
GKV
ca. 1.008,33 € / Monat

Tom, Finanzbeamter

34 Jahre, Baden-Württemberg, Beamter auf Probe
2 Kinder, keine Vorerkrankungen
Besoldung: 3.694,14 € mtl.
Einbettzimmer / Chefarzt
Beihilfeergänzung
PKV
ca. 220–295 € / Monat
GKV
ca. 709,27 € / Monat

Nicole, Professorin

43 Jahre, Bayern, Beamtin auf Probe
1 Kind, keine Vorerkrankungen
Besoldung: 6.719,23 € mtl.
Einbettzimmer / Chefarzt
Beihilfeergänzung
PKV
ca. 333–483 € / Monat
GKV
ca. 1.174,16 € / Monat*

*GKV-Beträge orientieren sich am Satz der Techniker Krankenkasse; je nach Zusatzbeitrag und Pflegezuschlag (mit/ohne Kind) schwanken die Werte leicht.

Beamtentarife: Kosten im Vergleich (reine Beitragssicht)

Beispiel Nadine (26) – Preisspannen (Stand: 08/2025, ohne Leistungsbewertung):

278–300 €: Concordia, DBV, ARAG, HUK, Nürnberger, Signal Iduna, HanseMerkur
301–340 €: Barmenia, Alte Oldenburger, Hallesche, LVM, R+V, DKV, Bayerische Beamten-KK, Union
341–370 €: Allianz, Debeka, Münchener Verein, Universa

Diese Spannen sind Richtwerte. Persönliche Merkmale (Beihilfe, Gesundheit, gewünschte Leistungen) können die Einordnung spürbar verschieben.

Fazit zum Zahlenteil: Mit Beihilfe versichern Sie in der PKV nur die Restkosten – das ist der entscheidende Hebel für überschaubare Beiträge bei hoher Leistungstiefe. Der beste Tarif ist der, der zu Ihrem Profil passt und auch in ein paar Jahren noch trägt.

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Wie werden die Kosten der privaten Krankenversicherung für Beamte berechnet?

Einstiegsalter

Je früher der Einstieg in die PKV, desto günstiger der Beitrag. Bei Beamten relativiert die Beihilfe diesen Effekt, weil nur die Restkosten gegenüber dem Beihilfeanspruch versichert werden. Deshalb kann sich die private Krankenversicherung für Beamte oft auch bei späterem Einstieg rechnen.

Gesundheitszustand

Diagnosen können Risikozuschläge auslösen und damit die PKV-Kosten für Beamte erhöhen. Häufig reichen schon Schilddrüsenerkrankungen, frühere Sportverletzungen, Migräne, Haut- oder Rückenbeschwerden. Jede Gesellschaft bewertet Vorerkrankungen anders – dadurch entstehen deutliche Unterschiede im Preis-Leistungs-Verhältnis. Wir führen deshalb eine anonyme Risikoprüfung durch. So erhalten Sie realistische Beitragsindikationen je Tarif.

Beihilfesatz

Die Beihilfe beteiligt sich nicht an Beiträgen, sondern erstattet einen Anteil der Behandlungskosten. Versichert wird der Rest. Richtwerte (abhängig von Dienstherr/Bundesland):

Beamte ohne Kind:50 %
Beamte mit zwei oder mehr Kindern:70 %
Beihilfeberechtigte Ehepartner:70 %
Beihilfeberechtigte Kinder:in der Regel 80 %

(abweichende Regelungen u. a. in Hessen/Sachsen)

Je höher der Beihilfeanspruch, desto niedriger fallen die Kosten der privaten Krankenversicherung aus.

Leistungswünsche

Tarife lassen sich über stationäre Wahlleistungen (Einbettzimmer/Chefarzt), Beihilfeergänzung, Reha/Kur, Krankenhaustagegeld, Pflegezusatz oder zusätzliche Altersrückstellungen anpassen. Achten Sie neben Alltagsleistungen (z. B. Brille) vor allem auf teure Leistungsbereiche wie Hilfsmittel, Psychotherapie (ambulant/stationär) und Zahnersatz. Unsere Leistungs-Checkliste unterstützt Sie beim Vergleich.

Steigen die Kosten der privaten Krankenversicherung für Beamte mit Kindern?

Eine beitragsfreie Familienversicherung wie in der GKV gibt es in der Privaten Krankenversicherung nicht. Zunächst ist zu klären, ob Kinder mitversichert werden müssen oder ob die kostenlose Familienversicherung des gesetzlich versicherten Elternteils genutzt werden kann.

Kinder müssen in die PKV aufgenommen werden, wenn:

– Sie als Beamter oberhalb der Versicherungspflichtgrenze verdienen und zugleich mehr verdienen als Ihr Ehepartner, oder

– Ihr Partner ebenfalls privat krankenversichert ist.

Ausnahmen bestehen je nach Bundesland (z. B. Hessen).

Wie teuer sind Kinder in der PKV für Beamte?
Kinder haben in der Regel 80 % Beihilfe (abweichende Regelungen in Sachsen/Hessen). Über die PKV müssen daher nur 20 % Restkosten abgesichert werden. Die Beiträge für Kinder unter 14 Jahren liegen typischerweise zwischen etwa 38 € und 65 € pro Monat.

Fazit: Kosten private Krankenversicherung Beamte

Die Kosten der privaten Krankenversicherung für Beamte hängen maßgeblich von Einstiegsalter, Gesundheitszustand, Beihilfesatz und gewünschten Leistungen ab. Durch die Beihilfe profitieren viele Beamte – gerade bei guter Gesundheit – von spürbar niedrigeren Beiträgen im Vergleich zur GKV.

Entscheidend ist jedoch nicht nur der Preis: Leistungsumfang, Servicequalität und langfristige Beitragsstabilität sollten immer mitbewertet werden.

Nutzen Sie unseren unabhängigen Vergleich und lassen Sie sich individuell beraten, um die beste PKV für Beamte zu finden.

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