Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter
Welche PKV ist 2026 die beste Wahl? Der große Vergleich
Wer sich für eine Verbeamtung entscheidet und eine Ausbildung beginnt – zum Beispiel im Referendariat als Lehrkraft, bei der Justiz oder bei der Polizei – hat einen besonderen Status: Man ist Beamtenanwärter. Mit diesem Status geht auch eine wichtige Entscheidung einher, nämlich die Wahl der richtigen Krankenversicherung.
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, sich gesetzlich oder privat zu versichern. In der Praxis entscheiden sich die meisten Beamtenanwärter jedoch sehr bewusst für die private Krankenversicherung (PKV) – und das aus guten Gründen.
Warum die Beihilfe die PKV so attraktiv macht
Der wichtigste Unterschied zu Angestellten liegt in der Beihilfe. Der Dienstherr übernimmt bei Beamtenanwärtern mindestens 50 % der Krankheitskosten (je nach Bundesland und Familiensituation auch mehr). Die private Krankenversicherung muss somit nur den Restanteil absichern.
Das bedeutet konkret: Während Angestellte in der PKV 100% der Kosten selbst versichern müssen, zahlen Beamtenanwärter nur für die Hälfte – der Rest kommt vom Dienstherrn.
Das hat zwei entscheidende Vorteile:
- Deutlich günstigere Beiträge im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung
- Umfangreichere Leistungen – freie Arztwahl, bessere Vorsorge, privatärztliche Behandlung im Krankenhaus, hochwertige Zahnleistungen
Gerade während der Ausbildung, in der das Einkommen noch geringer ist, sind diese Punkte für viele Beamtenanwärter ausschlaggebend.
Welche PKV-Anbieter sind für Beamtenanwärter geeignet?
In Deutschland gibt es über 20 private Krankenversicherer, und nahezu alle bieten Tarife für Beamte mit Beihilfeanspruch an. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jeder dieser Tarife auch sinnvoll für Beamtenanwärter ist.
Wichtig: Einige Versicherer führen Beamtenanwärtertarife eher „mit", um ihr Portfolio zu vervollständigen – ohne dass Beamte tatsächlich zur Hauptzielgruppe zählen. Andere Gesellschaften hingegen haben sich seit Jahrzehnten klar auf Beamte spezialisiert.
Führende Anbieter mit Beamtenfokus
Seit Anfang 2026 ist zudem auch die HanseMerkur mit einem neuen Tarif am Markt vertreten, der gezielt Beamte und Beamtenanwärter ansprechen soll. Dieser Anbieter kann im Rahmen eines Vergleichs ebenfalls sinnvoll berücksichtigt werden.
Welche PKV ist die beste für Beamtenanwärter?
Diese Frage wird in der Beratung sehr häufig gestellt – lässt sich aber nicht pauschal beantworten. Der „beste" Anbieter hängt immer von mehreren individuellen Faktoren ab:
- Wer ist der Beihilfeträger (Bund oder Land)?
- Wie hoch ist der Beihilfeanspruch?
- In welchem Bundesland beginnt die Beamtenlaufbahn?
- Wie ist der aktuelle Gesundheitszustand?
- Gibt es Vorerkrankungen, die risikorelevant sind?
Je nach Erkrankung kann ein Versicherer einen Risikozuschlag verlangen, ein anderer denselben Sachverhalt deutlich milder bewerten oder sogar komplett ohne Zuschlag versichern. Dadurch kann sich die Beitragsreihenfolge im Vergleich schnell verschieben.
Ein Anbieter, der zunächst günstiger erscheint, kann nach der Risikoprüfung teurer werden als ein anderer Versicherer. Deshalb ist es extrem wichtig, vor einer Antragstellung mit anonymen Risikovoranfragen zu arbeiten. Nur so lassen sich belastbare Entscheidungen treffen, ohne Nachteile zu riskieren.
Sie möchten wissen, welche PKV für Sie die beste ist?
Jetzt kostenlose Risikovoranfrage startenWas kostet eine PKV für Beamtenanwärter?
Zur Orientierung eine Beispielrechnung für einen Beamtenanwärter, der:
- im Jahr 2026 seine Beamtenlaufbahn beginnt
- 26 Jahre alt ist
- in Nordrhein-Westfalen tätig ist
- 50 % Beihilfeanspruch hat
| Versicherer | Monatsbeitrag* |
|---|---|
| DBV | ca. 95 € |
| ARAG | ca. 102 € |
| Signal Iduna | ca. 112 € |
| Debeka | ca. 113 € |
| Barmenia | ca. 115 € |
*Beispielrechnung ohne Risikozuschläge. Die tatsächlichen Beiträge hängen vom gewählten Tarif, dem Gesundheitszustand und den individuellen Rahmenbedingungen ab.
Wichtiger Hinweis: Diese Zahlen dienen lediglich als grobe Orientierung. Deshalb ist eine vollständige Marktübersicht mit Beiträgen auf den Cent genau unverzichtbar.
Ausbildungstarife und langfristige Beitragsentwicklung
Ein ganz wichtiger Punkt für Beamtenanwärter sind die speziellen Ausbildungstarife. Diese Tarife sind günstiger, weil sie das geringere Einkommen während der Anwärterzeit berücksichtigen.
- Wie verändern sich die Beiträge nach dem Referendariat?
- Was passiert bei der Verbeamtung auf Probe?
- Bleibt der Versicherer auch langfristig preislich attraktiv?
Manche Anbieter sind zu Beginn sehr günstig, erhöhen die Beiträge nach der Anwärterzeit jedoch deutlich. Deshalb sollte die Entscheidung nie nur auf dem Startbeitrag basieren, sondern immer mit einem langfristigen Blick getroffen werden.
Welcher Tarif passt langfristig zu Ihnen? Finden Sie es heraus:
Jetzt persönliche Berechnung anfordernFazit: PKV für Beamtenanwärter – mit dem richtigen Vergleich
Für die meisten Beamtenanwärter ist die private Krankenversicherung aufgrund der Beihilfe günstiger und leistungsstärker als die gesetzliche Krankenversicherung. Entscheidend ist jedoch nicht nur der Anbietername, sondern die passende Tarifwahl, eine saubere Risikoprüfung und eine durchdachte langfristige Planung. Wer sich frühzeitig beraten lässt und den Markt strukturiert vergleichen lässt, schafft eine solide Grundlage für die gesamte Beamtenlaufbahn – vom Anwärterstatus bis weit über die Probezeit hinaus.
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