PKV für Beamtenanwärter 2026 – Welche Versicherung ist die beste?

Private Krankenversicherung für Beamtenanwärter

Welche PKV ist 2026 die beste Wahl? Der große Vergleich

Marco Fragomeno
Marco Fragomeno
PKV-Experte für Beamte • Über 13 Jahre Erfahrung • 1.000+ Beratungen

Wer sich für eine Verbeamtung entscheidet und eine Ausbildung beginnt – zum Beispiel im Referendariat als Lehrkraft, bei der Justiz oder bei der Polizei – hat einen besonderen Status: Man ist Beamtenanwärter. Mit diesem Status geht auch eine wichtige Entscheidung einher, nämlich die Wahl der richtigen Krankenversicherung.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, sich gesetzlich oder privat zu versichern. In der Praxis entscheiden sich die meisten Beamtenanwärter jedoch sehr bewusst für die private Krankenversicherung (PKV) – und das aus guten Gründen.

Warum die Beihilfe die PKV so attraktiv macht

Der wichtigste Unterschied zu Angestellten liegt in der Beihilfe. Der Dienstherr übernimmt bei Beamtenanwärtern mindestens 50 % der Krankheitskosten (je nach Bundesland und Familiensituation auch mehr). Die private Krankenversicherung muss somit nur den Restanteil absichern.

Das bedeutet konkret: Während Angestellte in der PKV 100% der Kosten selbst versichern müssen, zahlen Beamtenanwärter nur für die Hälfte – der Rest kommt vom Dienstherrn.

Das hat zwei entscheidende Vorteile:

  • Deutlich günstigere Beiträge im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung
  • Umfangreichere Leistungen – freie Arztwahl, bessere Vorsorge, privatärztliche Behandlung im Krankenhaus, hochwertige Zahnleistungen

Gerade während der Ausbildung, in der das Einkommen noch geringer ist, sind diese Punkte für viele Beamtenanwärter ausschlaggebend.

Welche PKV-Anbieter sind für Beamtenanwärter geeignet?

In Deutschland gibt es über 20 private Krankenversicherer, und nahezu alle bieten Tarife für Beamte mit Beihilfeanspruch an. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jeder dieser Tarife auch sinnvoll für Beamtenanwärter ist.

Wichtig: Einige Versicherer führen Beamtenanwärtertarife eher „mit", um ihr Portfolio zu vervollständigen – ohne dass Beamte tatsächlich zur Hauptzielgruppe zählen. Andere Gesellschaften hingegen haben sich seit Jahrzehnten klar auf Beamte spezialisiert.

Führende Anbieter mit Beamtenfokus

Etabliert
Barmenia
Langjährige Beamtenkompetenz
Etabliert
DBV
Marke mit klarer Beamtenausrichtung
Etabliert
Debeka
Marktführer im Beamtensegment
Etabliert
ARAG
Solide Beihilfetarife
Etabliert
Signal Iduna
Breites Tarifangebot
Neu 2026
HanseMerkur
Neuer Beamtentarif ab 2026

Seit Anfang 2026 ist zudem auch die HanseMerkur mit einem neuen Tarif am Markt vertreten, der gezielt Beamte und Beamtenanwärter ansprechen soll. Dieser Anbieter kann im Rahmen eines Vergleichs ebenfalls sinnvoll berücksichtigt werden.

Welche PKV ist die beste für Beamtenanwärter?

Diese Frage wird in der Beratung sehr häufig gestellt – lässt sich aber nicht pauschal beantworten. Der „beste" Anbieter hängt immer von mehreren individuellen Faktoren ab:

Entscheidende Faktoren für die PKV-Wahl:
  • Wer ist der Beihilfeträger (Bund oder Land)?
  • Wie hoch ist der Beihilfeanspruch?
  • In welchem Bundesland beginnt die Beamtenlaufbahn?
  • Wie ist der aktuelle Gesundheitszustand?
  • Gibt es Vorerkrankungen, die risikorelevant sind?
⚠️ Besonders wichtig: Der Gesundheitszustand

Je nach Erkrankung kann ein Versicherer einen Risikozuschlag verlangen, ein anderer denselben Sachverhalt deutlich milder bewerten oder sogar komplett ohne Zuschlag versichern. Dadurch kann sich die Beitragsreihenfolge im Vergleich schnell verschieben.

Ein Anbieter, der zunächst günstiger erscheint, kann nach der Risikoprüfung teurer werden als ein anderer Versicherer. Deshalb ist es extrem wichtig, vor einer Antragstellung mit anonymen Risikovoranfragen zu arbeiten. Nur so lassen sich belastbare Entscheidungen treffen, ohne Nachteile zu riskieren.

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Was kostet eine PKV für Beamtenanwärter?

Zur Orientierung eine Beispielrechnung für einen Beamtenanwärter, der:

  • im Jahr 2026 seine Beamtenlaufbahn beginnt
  • 26 Jahre alt ist
  • in Nordrhein-Westfalen tätig ist
  • 50 % Beihilfeanspruch hat
Versicherer Monatsbeitrag*
DBV ca. 95 €
ARAG ca. 102 €
Signal Iduna ca. 112 €
Debeka ca. 113 €
Barmenia ca. 115 €

*Beispielrechnung ohne Risikozuschläge. Die tatsächlichen Beiträge hängen vom gewählten Tarif, dem Gesundheitszustand und den individuellen Rahmenbedingungen ab.

Wichtiger Hinweis: Diese Zahlen dienen lediglich als grobe Orientierung. Deshalb ist eine vollständige Marktübersicht mit Beiträgen auf den Cent genau unverzichtbar.

Ausbildungstarife und langfristige Beitragsentwicklung

Ein ganz wichtiger Punkt für Beamtenanwärter sind die speziellen Ausbildungstarife. Diese Tarife sind günstiger, weil sie das geringere Einkommen während der Anwärterzeit berücksichtigen.

Diese Fragen sollten Sie unbedingt prüfen:
  • Wie verändern sich die Beiträge nach dem Referendariat?
  • Was passiert bei der Verbeamtung auf Probe?
  • Bleibt der Versicherer auch langfristig preislich attraktiv?
⚠️ Achtung bei günstigen Startbeiträgen

Manche Anbieter sind zu Beginn sehr günstig, erhöhen die Beiträge nach der Anwärterzeit jedoch deutlich. Deshalb sollte die Entscheidung nie nur auf dem Startbeitrag basieren, sondern immer mit einem langfristigen Blick getroffen werden.

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Fazit: PKV für Beamtenanwärter – mit dem richtigen Vergleich

✓ Das Wichtigste zusammengefasst

Für die meisten Beamtenanwärter ist die private Krankenversicherung aufgrund der Beihilfe günstiger und leistungsstärker als die gesetzliche Krankenversicherung. Entscheidend ist jedoch nicht nur der Anbietername, sondern die passende Tarifwahl, eine saubere Risikoprüfung und eine durchdachte langfristige Planung. Wer sich frühzeitig beraten lässt und den Markt strukturiert vergleichen lässt, schafft eine solide Grundlage für die gesamte Beamtenlaufbahn – vom Anwärterstatus bis weit über die Probezeit hinaus.

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Häufige Fragen: PKV für Beamtenanwärter

Die beste PKV für Beamtenanwärter hängt von individuellen Faktoren ab: Bundesland, Beihilfeträger, Gesundheitszustand und Vorerkrankungen. Zu den führenden Anbietern mit Beamtenfokus zählen DBV, Debeka, Barmenia, Signal Iduna und ARAG. Seit 2026 ist auch die HanseMerkur mit einem spezialisierten Tarif am Markt. Eine anonyme Risikovoranfrage vor Antragstellung ist unverzichtbar.
Spezialisierte Anbieter für Beamtenanwärter sind: Barmenia, DBV, Debeka, ARAG und Signal Iduna. Diese Versicherer haben jahrzehntelange Erfahrung mit Beihilfe-Tarifen. Seit Anfang 2026 bietet auch die HanseMerkur einen neuen Tarif speziell für Beamte und Beamtenanwärter an.
Die Beiträge für Beamtenanwärter mit 50% Beihilfe liegen 2026 etwa bei: DBV ca. 95€, ARAG ca. 102€, Signal Iduna ca. 112€, Debeka ca. 113€, Barmenia ca. 115€ monatlich. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Alter, Bundesland, gewählten Tarif und Gesundheitszustand ab.
Beamtenanwärter erhalten Beihilfe vom Dienstherrn – mindestens 50% der Krankheitskosten werden übernommen. Die PKV muss nur den Restanteil absichern, was zu deutlich günstigeren Beiträgen führt. Zusätzlich bietet die PKV umfangreichere Leistungen wie freie Arztwahl und privatärztliche Behandlung.
Ausbildungstarife sind vergünstigte PKV-Tarife, die das geringere Einkommen während der Anwärterzeit berücksichtigen. Wichtig: Die Beitragsentwicklung nach dem Referendariat prüfen! Manche Anbieter erhöhen nach der Anwärterzeit deutlich. Die Entscheidung sollte nie nur auf dem Startbeitrag basieren.
Eine anonyme Risikovoranfrage ist extrem wichtig. Je nach Vorerkrankung bewertet jeder Versicherer unterschiedlich: Ein Anbieter verlangt Risikozuschlag, ein anderer versichert ohne Aufpreis. Nur durch Risikovoranfragen lassen sich belastbare Entscheidungen treffen, ohne Nachteile zu riskieren.